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Hilfe! Mir fallen die Haare aus! 7 Faktoren für plötzlichen Haarausfall

Es ist früh am Tag, Du machst Dich im Bad bereit für alles, was da heute kommen mag. Zähne putzen, Gesicht waschen, Haare kämmen – Schock! War das schon immer so? Hattest Du schon immer so viele Haare in Deiner Bürste? Oder hast Du neuerdings Haarausfall? Warum Haare plötzlich ausfallen können und ab wann Du Dir Gedanken darüber machen musst, klären wir in diesem Beitrag.

Haare fallen aus? Ein Weckruf!

Du selbst bemerkst das Schwinden Deiner geliebten Haarfülle vermutlich als erstes. Doch spätestens wenn ein Freund Dich darauf anspricht oder Du beim Aufwachen täglich Haarbüschel auf dem Kopfkissen findest, ist es Zeit, zu handeln. Nicht nur der Optik wegen - dafür gibt es Streuhaar - sondern Deiner Gesundheit zuliebe.

Ursachen für plötzlichen Haarausfall

Ein gesundes Haar hat eine Lebensdauer von 2-5 Jahren, bevor es ausfällt. Da die Haare auf Deinem Kopf sich in ganz unterschiedlichen Wachstumsphasen befinden und sich nur einzeln verabschieden, brauchst Du keine kahlen Stellen zu befürchten - eigentlich.

Wenn Du feststellst, dass Du plötzlich mehr als 100 Haare pro Tag verlierst, könnten folgende Faktoren eine Rolle spielen:

  • Hormonhaushalt (Schwangerschaft, Pille, Wechseljahre)
  • ungesunde Ernährung
  • falsch kombinierte Nahrungsergänzungsmittel
  • Fehlfunktion der Schilddrüse
  • Verbrennungen der Kopfhaut (Sonnenbrand)
  • Medikamente
  • Stress

#1 Hormonhaushalt

Viele Frauen stellen, gemäß ihres Alters, die Pille neu ein oder setzen sie zugunsten ihres Babywunschs ab. Da die Pille ein hormonwirksames Präparat ist, muss der Hormonhaushalt sich nach dem Absetzen zuerst neu regulieren. Vor allem Schwankungen des Östrogenspiegels machen sich auf dem Kopf bemerkbar.

Es gibt unterschiedliche Verhütungsmittel, von denen manche nicht immer einwandfrei verträglich sind. Auch die Umstellung von der Mikropille auf eine Spirale oder die 3-Monats-Spritze kann Nebenwirkungen hervorrufen, beispielsweise Haarausfall.

Lesetipp: Haarausfall durch die Pille

Um dem vorzubeugen, gilt es, genau zu beobachten und Auffälligkeiten ernstzunehmen, damit Die Therapie in Abstimmung mit Deinem behandelnden Arzt angepasst werden kann.

Häufig betroffen sind Frauen außerdem von Haarausfall nach der Schwangerschaft oder während der Wechseljahre, wenn die Hormone sich an den neuen Zustand es Körpers anpassen.

#2 Haare fordern gesunde Ernährung

Haare reagieren empfindlich auf Mangelerscheinungen im Körper, die durch einseitige Ernährung enstehen. Giftstoffe, wie sie zum Beispiel in Zigaretten enthalten sind, schaden Deiner Gesundheit ebenso wie Deiner Mähne. Egal, wie lässig der Glimmstängel im Mundwinkel aussieht - lichtes Haar macht er optisch nicht wett.

Von einer einzelnen Zigarette oder einem Hamburger geht Dein Haar nicht aus. Solltest Du aufgrund Deiner Lebensweise an Haarausfall leiden, ist dies ein zeichen dafür, dass Du schon seit mehreren Monaten, wenn nicht bereits seit Jahren auf Kosten Deines Körpers lebst.

Andauernder Vitaminmangel, aber auch Eisenmangel kann Dich einen Großteil Deiner Haare kosten.

Höchste Zeit, die Fertigprodukte aus Deinen Schränken zu verbannen und wieder frische, gehaltvolle Kost zu Dir zu nehmen. Besonders auf eine ausreichende Versorgung mit Eisen, Zink, Vitamin C, B und pflanzlichen Fettsäuren solltest Du achten.

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#3 Nahrungsergänzungsmittel

Dass es in den Supermärkten, Discountern und Drogerien mittlerweile ganze Regalreihen gefüllt mit Nahrungsergänzungsmitteln gibt, zeigt deutlich, wie sehr sich die Industrie auf unsere Ängste vor eventuell bestehenden Mängeln in der Ernährung eingestellt hat.

Dabei ist aber zu beachten, dass die meisten Präparate ohne das Zusammenspiel komplexer Inhaltsstoffe, wie sie zum Beispiel in frischem Obst und Gemüse vorhanden sind, gar nicht vom Körper aufgenommen werden können.

Wiederum provoziert derjenige, der wahllos einen Haufen Präparate schluckt, Wechselwirkungen verschiedener Wirkstoffe. Wer beispielsweise ein Nahrungsergänzungsmittel mit Vitamin B zu sich nimmt und gleich noch mit zusätzlichem Vitamin A versorgt wird, führt seinem Körper unter Umständen zu viel Vitamin A zu.

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In Verbindung mit Salben, gegen Akne beispielsweise, kann es zu einer zu starken Austrocknung der Haut kommen. Sie verliert Elastizität und die Zellen nehmen die wichtigen Nährstoffe und Spurenelemente nicht mehr in ausreichender Zahl auf. Davon kann auch die Kopfhaut betroffen sein, was wiederum Haarausfall begünstigt.

Viel hilft nicht immer viel! Bevor Du Dir täglich Nahrungsergänzungsmittel kredenzt, sichere Dich bei Deinem Arzt durch eine einfache Blutuntersuchung ab, damit Du wirklich nur die Mittel schluckst, die Dein Körper braucht. Nebenbei sparst Du durch eine überlegte Zusammenstellung einen Haufen Geld.

#4 Die Schilddrüse - Kleines Organ mit großer Bedeutung

Auch die Schilddrüse kann ihren Beitrag zu Haarausfall leisten. Immerhin hat knapp jeder dritte Deutsche eine veränderte Schilddrüse. Sie ist mitverantwortlich für die Regulierung unseres Hormonhaushalts, des Stoffwechsels und der Blutbildung. Die Schilddrüse hat somit bedeutenden Einfluss auf Wohlbefinden, Fitness, Haargesundheit.

Lesetipp: Wie Haarausfall & Schilddrüse zusammenhängen

Ob Deine Schilddrüse richtig arbeitet, kann durch eine einfache Blutentnahme mit anschließendem Labortest festgestellt werden. Sollte es Hinweise auf eine Schilddrüsenunter- oder Überfunktion geben, so kann ein Nuklearmediziner Deine Schilddrüse genau unter die Lupe nehmen und eine passende Behandlung einleiten.

#5 Haarausfall durch Sonnenbrand

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Kommt, wenn auch selten, besonders bei hellen Haut- und Haartypen vor.

Da der Haarausfall meist erst Wochen nach der eigentlichen Verbrennung einsetzt, kann es sein, dass Du ihn gar nicht ursprünglich darauf zurückführst.

In Extremfällen kann es zu einer Vernarbung der Kopfhaut kommen, was den Haarverlust unumkehrbar macht. Vorsicht ist besser als Glatze! Darum schütze Dich vor intensiver, direkter Sonneneinstrahlung. So vermeidest Du Haarausfall durch Sonnenbrand.

#6 Medikamente

Haarausfall kann als medikamentöse Nebenwirkung auftreten, oder wenn du hormonwirksame Präparate wie zum Beispiel die Antibabypille absetzt. Auch Unverträglichkeiten können mit Haarverlust einhergehen. Lass Dich unbedingt von Deinem Arzt beraten, unter Umständen gibt es ein vergleichbares Medikament mit einem anderen Wirkstoff, den Du besser verträgst.

Da Haarausfall durch Medikamente eher zu den Spätfolgen gehört, kann es passieren, dass Du sogar noch Monate später Haare verlierst, nachdem Du ein Medikament bereits abgesetzt hast.

#7 Wenn Stress Dich Nerven und Haare kostet

Es ist gar nicht so weit hergeholt, dass Stress, Kummer und Sorgen für Haarausfall verantwortlich zeichnen. Während besonderer Belastungssituationen schüttet Dein Körper Stresshormone aus.

Wenn Du unter Zeitdruck oder besonderer Anspannung stehst, schläfst Du wahrscheinlich weniger und schlechter, Deine Ernährung findet zwischen Tür und Angel statt und das Ende vom Lied ist, dass Du Dir im doppelten Sinne die Haare raufen möchtest.

Aber wir können Dich beruhigen: Sobald die Stresssituation überwunden ist, erneuert sich Dein Haarschopf wieder.

Nimm Dich zurück und gönne Dir auch an hektischen Tagen hin und wieder eine bewusste Auszeit. Es hilft schon, zwischen Deinen Aufgaben 10-Minuten Pausen einzulegen, in denen Du Dich zurücklehnst, tief durchatmest und Deine Gedanken ordnest, bevor Du zum nächsten Tagesordnungspunkt übergehst. Das verbessert die Konzentration und Deine Haare werden es Dir danken.

Lesetipp: Graue Haare durch Stress - was ist dran an dem Mythos?

Verschaffe Dir Sicherheit!

Hast Du Dich in einem der genannten Punkte wiedererkannt? Oder bist Du Dir immer noch nicht sicher, wo der Grund für Deinen Haarausfall liegen könnte? Um Risiken zu vermeiden, kontaktiere Deinen Hautarzt. Kennst Du erst die genaue Ursache für Dein Haarproblem, ergeben sich auch sinnvolle Behandlungsmöglichkeiten.

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